Aug 24 2010

Apple, Eierbecher und Softwarepatente

Wir  befinden uns derzeit im Sommerloch, schön zu erkennen an Artikeln über Blumenkübel, Beatles im iTunes Store oder Eierbechern, der Journalist muss ja auch von was lesen und da werden selbst Randmeldungen aufgeblasen.

Grade in den letzten beiden Tagen sind mir zwei Themen aufgefallen, bei denen mein Magen langsam schmerzen anmeldet und beide haben mit einer kleinen, sympathischen Designschmiede aus dem beschaulichen Cupertino zu tun. Das ich vielleicht ein kleiner Fanboy bin sei hier mal außen vor.

Bei der einen Debatte geht es um einen Patentantrag von Apple (PDF), hier der SpOn-Artikel dazu, der ein Patent auf Methoden der Userüberwachung erreichen will. Zugegeben das klingt alles verdammt bedrohlich, da sollen Fotos von Benutzern gemacht werden, Herztöne überwacht werden und die Stimme analysiert und ja klar, das wäre die totale Überwachung, aber erst mal durchatmen: Grade Softwarepatente macht im Moment jede amerikanische IT-Firma zu Hauf, frei nach dem Motto: “Was ich patentiere kann ein anderer schon mal nicht haben.” Es ist gar nicht wichtig ob man das Patent jemals brauchen könnte, es geht nur darum es überhaupt zu haben. Man hörte schon von Wettbewerben bei IBM wer das trivialste Patent zugesprochen bekommt.

Bevor ihr übrigens die Artikel lest solltet ihr euch auch mal das Originaldokument anschauen, die meisten Artikel interpretieren da gerne was rein, um es mal vorsichtig auszudrücken. Ein Pirat meinte auch das das vergleichbar wäre mit INDECT, einem Forschungsprogramm der EU zum Thema Überwachung, dies kann ich aber einfach nicht entdecken, dort geht es um polizeiliche Totalüberwachung der Bevölkerung usw. und nicht um die Benutzerauthentifizierung an einem Handy und da heißt es wie immer:

If you don’t like it – don’t buy it!

Kann ja nicht so schwer sein, oder? Ich denke das Patent wird Apple wenn dann mal nutzen um gegen irgendeinen Softwarepatenttroll was in der Hand zu haben, den als Produkt würde es auch in den USA gegen zu viele Gesetze verstoßen das es wohl nie in ein iPhone kommen wird.

Das andere war der eiPott einem Eierbecher der eine gewisse Ähnlichkeit mit einem sehr populären Musikabspielgerät. Auch hier wird wieder gegen Apple gebissen, man könne doch nicht gegen einen harmlosen Eierbecher vorgehen und bla, aber da muss ich mal ganz klar widersprechen: Koziol, der Hersteller des eiPotts, versucht ganz klar mit dem Image des iPods Geld zu verdienen, es kommt gar nicht darauf an ob das nur ein scheiß Eierbecher ist oder auch ein billiger MP3-Player und ja der Name wird auch anders geschrieben, aber das ist total wumpe, jedenfalls rein juristisch. Man stelle sich mal vor es gäbe eine Vereinigung von Leuten die sich Piratenmarkt nennen und versuchen mit dem Image der Piraten Geschäfte zu machen… Oh gab es? Sind die Piraten gegen vorgegangen? Aber die Piraten dürfen das wahrscheinlich weil sie keine große Firma sind, oder was? Doppelmoral und so, merkt ihr selbst, oder?

So und jetzt zerreisst mich in den Kommentaren, ich lasse sie mal an ;-)


Mai 17 2010

Der bessere #bpt10

Am Wochenende war mal wieder Bundesparteitag. Dies mal im beschaulichen Bingen am Rhein, ein kleiner Ort mit rund 25.000 Einwohnern, malerisch gelegen im Rheintal. Es war eigentlich klar das wir es niemals schaffen alle 300+ Anträge abzustimmen und nen Vorstand zu wählen, trotzdem wird danach immer wieder gerne gemeckert. Ich will gar nicht über Entscheidungen meckern, die hat man als Demokrat mitzutragen, sondern über ein paar Sachen die mir aufgefallen sind:

  1. Die Versammlungsleitung hat sich zu oft ablenken lassen und war leider nicht gut vorbereitet.
  2. Bingen hat leider nicht die nötige Infrastruktur für so etwas
  3. Viele Dinge die man in einer normalen Halle immer hat mussten extra gemietet werden
  4. Das ORGA-Team wollte sich anscheinend leider nicht auf gute Vorschläge einlassen

Gut die Probleme sind benannt, das können wir Piraten ja auch gut, aber was muss anders laufen? Folgende Punkte fallen mir da ein:

  1. Der Ort der Veranstaltung muss größer sein, es muss einfach möglich sein auch nach 18:00 noch mal einzukaufen usw.
  2. Die Versammlungsleitung muss strenger durchgreifen, auf der Bühne kommt nur wer da auch hingehört und es gibt keine Diskussionen vor der Bühne, alles andere stört die Konzentration
  3. Das Plenum hält endlich mal die Klappe wenn es nichts zu sagen gibt
  4. Es sollte ein Parteitagsgremium geben das auf der Bühne sitzt und dort Anfragen und so weiter non-verbal beantwortet
  5. Vorbereitet zu sein gehört belohnt und nicht mit unwissenden Fragern bestraft

Das wären Stichpunkte was es sicher zu verbessern gibt, über die konkrete Umsetzung denke ich grade nach. Ich bitte den neuen Vorstand eine offene (!!!) Ausschreibung für den nächsten Bundesparteitag zu machen, so können Piraten Konzepte für ihre Stadt erarbeiten und dann möge das Beste gewinnen und nicht das wo der Vorstand drauf Lust hat. Es ist klar das immer Leute die die weiter weg wohnen meckern werden, dies lässt sich aber einfach nicht verhindern.


Mai 12 2010

Just another party!?

Immer wenn ich auf irgendwelchen Veranstaltungen Vorträge oder Diskussionen zum Thema Kreisverbände gehalten habe gab es immer das selbe Argument: ” Wir wollen doch nicht wie die Anderen sein.” Jetzt mal Klartext warum wir grade in NRW genau das werden: Just another party…

Wir streiten uns jetzt seit Monaten um die Frage welche Struktur der LV NRW denn haben soll und wie die perfekte Struktur seien soll. Der Hang dazu es zu verkomplizieren scheint grade in NRW sehr ausgeprägt zu sein. Aber eine Struktur die immer mehr Räte, Ausschüsse und so weiter erschafft ermöglicht es eben nicht der “Basis” oder Leuten die gar nicht Mitglied sind mitzuarbeiten. Wir brauchen eine Struktur die so einfach wie nur eben möglich ist oder wie ich Nerd es sagen würde: KISS (Keep It Simple Stupid). Nach meiner Ansicht gehört die komplette Crewordnung verbrannt und aus der Satzung ersatzweise gestrichen. Aber eben nicht weil ich keine Crews mag sondern weil Crews kleine, sich selbst organisierende Gruppen seien sollten die sich selbst Regeln auferlegen oder eben nicht. Aber woher kommt denn jetzt das Geld? Wenn eine Crew Geld braucht dann kann sie dieses bei einem Verband einfach beantragen (Sei es der LV, ein KV or what so ever). Das hat den Vorteil das Crews überhaupt nicht örtlich gebunden seien müssen, man Mittel auch mal zusammenkratzen kann für größere Sachen und es macht das ganze System flexibler. Denn das ist es was die Piraten auszeichnen sollte: Flexible Strukturen die dezentral strukturiert sind und damit Probleme lösen. Wenn wir die Crewordnung raushauen fliegen natürlich auch die Regeln für AGs/AKs und PGs raus aber jetzt mal ganz ehrlich: Brauchen wir die? Sollten wir nicht einfach verdammt noch mal uns Leute suchen was erarbeiten und es dann vom Vorstand absegnen lassen falls nötig?

Meinungen bitte an: plaetzchen@piratenpartei-nrw.de


Mai 11 2010

Für Christen unwählbar!?

Heute Mittag begann auf Twitter eine angeregte Diskussion zwischen @Maltis, @Rainer_Kluthe, @JanDoerrenhaus, @gedankenstuecke und mir, es ging um die Anträge zum Thema Gender- und Queerpolitik (und Folgende) die beim Bundesparteitag nächste Woche beschlossen werden sollen. Die Diskussion startete damit das Rainer zu bedenken gab das wir uns mit solchen Forderungen für Christen unwählbar machen würden.

Um was geht es also? Es geht in den Anträgen auch um die absolute Gleichstellung von Ehen die nicht aus Frau/Mann bestehen. Vor allem wurde auf das Grundgesetz §6 verwiesen:

(1) Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung.

(2) Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft.

(3) Gegen den Willen der Erziehungsberechtigten dürfen Kinder nur auf Grund eines Gesetzes von der Familie getrennt werden, wenn die Erziehungsberechtigten versagen oder wenn die Kinder aus anderen Gründen zu verwahrlosen drohen.

(4) Jede Mutter hat Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft.

(5) Den unehelichen Kindern sind durch die Gesetzgebung die gleichen Bedingungen für ihre leibliche und seelische Entwicklung und ihre Stellung in der Gesellschaft zu schaffen wie den ehelichen Kindern.

Das Grundgesetz definiert aber eben nicht was Ehe überhaupt bedeutet, kann eine Ehe nicht auch zwischen Mann und Mann bestehen? Klar die Christen sagen jetzt das eine Ehe nur zwischen Mann und Frau geschlossen werden kann weil es ja so in der Bibel steht, aber so leid es mir tut: Die Bibel ist nicht die Grundlage meines Denkens und sollte auch nicht die Grundlage für Gesetze sein, sie ist eine Geschichtssammlung die Uralt und x-mal übersetzt wurde und ist für mich daher als Bezugspunkt für Argumentationen zu aktuellen Fragen nicht zu gebrauchen. Oder wie es ein Nerd letztens sagte:

Man kann nicht mit einem hunderte Jahre altem Betriebssystem die Probleme von Morgen lösen.

Ein Argument das grade von Jan vertreten wurde war, dass Kinder aus gleichgeschlechtlichen Ehen, seien sie jetzt natürlich gezeugt oder durch Adoption angenommen, eher diskriminiert werden könnten. Klar Kinder sind grausam ehrlich, vor allem untereinander und glaubt mir ich weiß wie es ist diskriminiert zu werden weil man anders ist, aber auch das ist für mich kein Argument denn Kinder werden auch ausgegrenzt weil sie übergewichtig, nicht-deutsch oder rothaarig (bitte mach aus der Reihenfolge keine Wertung) sind. Man kann doch gleichgeschlechtlichen Paaren die Gleichberechtigung nicht verweigern nur weil sie dann eventuell diskriminiert werden. In diesem Fall muss sich nicht der Diskriminierte sondern der Diskriminierende ändern!

Um ehrlich zu sein: Ich möchte gar nicht das fundamentalistische Christen uns wählen. Ich meine jetzt nicht den ganz normalen Gläubigen der am Sonntag zur Kirche geht, aber das dann auch kritisch hinterfragt, ich meine die Christen die glauben das die Bibel die einzige Wahrheit ist und auch solche Sachen glauben das man Homosexualität heilen kann oder so ein Schmu, die sollen ruhig die PBC wählen.


Mrz 1 2010

Irgendwann ist ja auch gut

Hallo,

Ich dachte mal kurz nach dem PirateCamp das ich die elende Diskussion KV vs. Crews nicht mehr ertragen muss aber es geht natürlich munter weiter:

Am Wochenende tagte, diesmal ohne mich, die LMV2010.2, also der zweite Parteitag der Piraten in NRW, in Kroischenbreuch, oder wie auch immer dieser Fleck auf der Landkarte heißt und beschloss mit einem Satzungsänderungsantrag das bis nach der Landtagswahl keine weiteren Kreisverbände mehr gegründet werden dürfen und die bestehenden (Münster und Soest) keine Finanzmittel bekommen. Ich dachte mir: Na toll! Dann also so, noch mal diskutieren, Geld kriegen wir schon irgendwie zusammen, hat bisher auch immer ganz gut geklappt und wir machen einfach weiter. Aber da habe ich wohl nicht mit den Piraten aus NRW gerechnet. Heute teilte man mir mit das es beim Landesvorstand der Piraten NRW einen Antrag gibt den KV Münster für nicht gegründet zu erklären weil es angeblich Fehler im Protokoll gäbe und es deshalb keinen KV Münster gäbe. Man begründete das mit BGB und Satzung und schmiss mit Fachausdrücken nur so um sich.

Stellen wir uns doch nur mal vor das würde passieren, was wäre dann wohl in Münster los?

  1. Die Presse würde es sicher mitbekommen (Sie hat es auch schon und wir wohl drüber berichten)
  2. Die Motivation hier noch weiter Politik zu machen würde massiv sinken, unser Ratsherr wäre sicher gerne noch weiter dabei.
  3. Die Motivation hier noch einen Landtagswahlkampf mit Veranstaltungen, Diskussionen, Plakaten und Infoständen zu schmeißen wäre sicher auch nicht besonders groß.

Ich empfinde diesen Antrag, wohl bemerkt ohne uns mal vorher zu fragen, als eine Unverschämtheit! Jetzt könnte man meinen die Antragstellerin käme vielleicht aus Münster oder wäre anders davon betroffen, ist sie aber nicht.

Ich bin stocksauer deswegen und werde auch morgen in der Vorstandssitzung mal was dazu sagen, ich hoffe die Antragstellerin kommt auch und diskutiert mit.

Oh und BTW: Natürlich habe ich eine Klage gegen die LMV Entscheidung beim Schiedsgericht eingelegt, noch wurde diese aber nicht angenommen…


Feb 1 2010

Habemus Kreisverband!

Es ist vollbracht! Heute ist der 1.2.2010 und damit ist heute offiziell der Kreisverband Münster der Piratenpartei gegründet worden. Heute Abend um 19:00 findet die erste Sitzung des Kreisvorstands statt, weitere Infos dann auf des Website der Piraten Münster.

Trotz alle Unkenrufe, Kritik und Verschwörungstheorien haben wir es geschafft diesen Kreisverband zu gründen. Warum ist das so umstritten bei den Piraten NRW? Einige sagen dass wir damit nur die Strukturen der “alten Parteien” nachbilden und die sind ja eh Alle undemokratisch und foo. Andere sagen das wir nur die Kohle und die Macht haben wollen und wieder andere meinen das wir nur unnötigen Overhead erzeugen. Also hier mal meine 2 Cents:

Wenn das Einzige das uns von den anderen Parteien unterscheidet die Strukturen sind dann “Guten Nacht”! Wir haben ein innovatives Konzept und ein gutes Wahlprogramm, das ist IMHO viel wichtiger als irgendwelche Strukturdebatten. Wir wollen auch nicht das Geld; überhaupt: Welches Geld? Von den Mitgliedsbeiträgen kriegen wir grade mal 20%, das sind bei 50 Piraten in Münster grade mal 360€ im Jahr! Damit decken wir nicht mal die Kosten für die Verwaltung. Wir haben im Moment 2 Crews in Münster, die kriegen und haben deutlich mehr Geld zur Verfügung! Wir haben diesen KV nur gegründet um eine juristische Person zu haben die für uns in Münster verbindliche Verträge abschließen kann. Warum das? Wir haben in Münster ein Büro zur Verfügung gestellt bekommen, im Moment ist dies noch umsonst und wir müssen keine Miete bezahlen. Auf Dauer werden wir dies aber tuen müssen und was passiert dann? Sollen wir das Geld über die Crews dem Landesverband zur Verfügung stellen und dann schließt der LV für uns den Mietvertrag ab? Das wäre unnötig kompliziert. Zweites Beispiel: Wir schmeißen eine Wahlparty und mieten dafür einen Laden, wer schließt dann den Vertrag ab und kümmert sich um die Bezahlung? Der Landesschatzmeister? Der hat im Wahlkampf sicher Besseres zu tun.

Also brauchen wir eine Form einer juristischen Person vor Ort die sich um solche Sachen und um die Verwaltung der Piraten vor Ort kümmert und da wir eine Partei sind ist dies folgerichtig ein Kreisverband. Was hätten wir sonst gründen sollen? Einen Förderverein für die Förderung der Piraten in Münster? Oder einen Unterstützerkreis Piratenpartei Münster e.V.?

Diese Fragen stelle ich konkret an die KV-Hasser, denen es IMHO nur darum geht ihren Kopf durchzusetzen und mit alle Macht versuchen Recht zu bekommen. Dieser Kindergarten soll mir jetzt mal beantworten wie man das Problem der juristischen Problem anders lösen kann


Jan 26 2010

Die #lptnrw aus Sicht des Protokolls

Hallo!

Wie einige von euch sicher wissen war ich, mal wieder und nach Protest, der Protokollant der Landesmitgliederversammlung (oder von mir aus auch des Landesparteitags). Es fing alle gut: Ich hatte mit maxwell einen guten Helfer der auch da geblieben ist und die AG Technik hat es innerhalb von einer Stunde geschafft uns ein lokales Etherpad zu installieren damit wir gleichzeitig schreiben können, einen herzlichen Dank dafür! Auch war es dann irgendwann mal möglich das Protokoll live ins Wiki zu dumpen. Das Schreiben lief gut viel fehlerfreier als beim letzten mal. Also Alles gut?

Ne leider nicht. In der Nacht von Samstag auf Sonntag hatte ich es geschafft ein paar Milliliter Bier auf die Tastatur meines geliebten MacBooks zu schütten die dann folgerichtig ausfiel und ich den Rest des Protokolls auf einem Lenovo T61 mit Windows Vista tippen durfte. Ich danke zwar sehr freundlich für die Leihgabe und es hat auch funktioniert, war aber für einen Macuser wie mich eine echte Umgewöhnung und Strafe.

Kurz vor Ende wurde es richtig leider noch mal richtig schwer mitzukommen: Ein GO-Antrag jagte den nächsten, es wurde diskutiert und immer wieder die seltsamsten Anträge gestellt. Oder kurzum: Es war leider absolut unmöglich das auf Papier zu bannen. Deshalb schlichen sich auch ein paar Fehler ein ins Protokoll, ich bitte das zu entschuldigen. Danach wurde die LMV vertagt und das war es? Nein dann ging es eigentlich erst richtig los und das ist auch was mich so aufregt:

Beim Aufräumen der Lokalität war ich kurz davor jemanden richtig zur Sau zu machen, habe es dann aber doch gelassen: Ich bin grade dabei die Kippen aufzusammeln, ein paar andere Piraten rauchen noch. Das ist OK und so viel war es jetzt auch nicht, aber dann kam ein Satz der mich zum Kochen brachte:

“Meine Sachen sind durch, sollen die doch machen was die wollen…”

Was ist das denn bitte für eine Einstellung? Ich hab meine Module durch, der Rest ist mir egal? Ich denke das grade die Arbeit bei den Piraten Teamplay seien sollte und man eben nicht versucht sich selbst zu profilieren und zu beweisen. Klar gab es das auch während der Versammlung schon, manche Leute meinen halt zu Allem eine Meinung haben zu müssen, aber dieser Satz war echt zu viel für mich und ich war froh zu Hause zu sein.

Dann kam aber der nächste Tag und auf der NRW Mailingliste ging es, wie immer, heiß her. Da wurden Rechtsgutachten eingeholt oder versucht zu erstellen und jeder meinte endlich zu wissen ob alle “Rechtens ist”. Das das egal ist und es eigentlich nur darum gehen sollte ob das Alles so vereinbar mit unseren Zielen ist war wohl nicht so wichtig, die Geilheit auf 5% und Landtag ist wohl größer als die Vernunft.

Auch Gedankenstuecke machte sich Gedanken dazu und rief dazu auf die Fortsetzung der Versammlung mit GO-Anträgen zu flodden  und damit zu verhindern das dort undemokratisch, da von zu Wenigen, Beschlüsse gefasst werden. Und was macht der erste Kommentator? Mit einem Parteiauschlussverfahren drohen! Was soll das? Was ist das für ein Verständnis von Demokratie? Ich kann das nicht verstehen und will auch nicht das wir jetzt so weitermachen. Statt zu fragen wie man das Problem löst wird wieder nur rumgeschnattert und sich aufgeregt. Meine Meinung dazu:

  1. Wenn man keine Ahnung hat einfach mal Fresse halten
  2. Don’t panic! Es ist nur eine Partei, nicht eure Famile
  3. In Ruhe überlegen was man wirklich will

Vielleicht wird dann alles besser.

PS: Wenn Gedankenstuecke wirklich deswegen rausfliegen sollte werde ich auch gehen.