Fanboy?
Gestern sah ich mich durch diesen Beitrag von fefe genötigt diesen Tweet abzusetzen:
Ohh man der #fefe nervt langsam mit seinem Apple Gebashe! Geh doch dein Linux neu kompilieren!!!
Der Beitrag von fefe war natürlich nur der berühmte Tropfen fürs Fass. Jedenfalls wurde ich daraufhin von mehreren Leuten, vor allem @gedankenstuecke und @coraxorac, als Über-Fanboy tituliert der Apple bis in den heiligen Krieg folgen würde. Da es bei Twitter doch etwas zu knapp ist das sachlich zu verargumentieren hier meine Meinung in etwas länger:
Ich weiß nicht ob ich ein Fanboy von Apple bin, klar es nervt mich wenn Journalisten statt iPhone Iphone oder noch schlimmer I-Phone schreiben, aber nicht weil man den Namen des Herrn nicht falsch schreiben darf sondern weil es einfach nur von Unwissenheit und schlechtem Lektorat zeugt. Aber grade in letzter Zeit fällt mir auch das viele Medien, vor allem der Spiegel und Spiegel Online, vollkommen dämlich über Apple und auch das neue iPad herziehen. Natürlich kann man geteilte Meinung darüber sein ob man das iPad braucht, aber mit der Einstellung wären manche von uns wohl auch noch Einzeller. Es geht mir darum das Leute die ein iPad vermutlich noch nie in der Hand hatten und höchstens die Produktbeschreibung flüchtig überflogen haben sich den Mund darüber zerreißen das es keinen USB-Port und keinen SD-Card Slot hat (Jeder der ein iPad schon mal in den Fingern hatte würde mir zustimmen das dafür einfach kein Platz ist.). Gesteigert wird das ganze nur von den Diskussion über Flash:
Die Diskussion ob ein Gerät wie das iPhone oder das iPad Flash braucht führe ich ca. 3 mal die Woche mit Kunden (meistens Grafiker oder Webdesigner) und Freunden. Ich vertrete dabei genau eine Meinung: Bloß nicht! Flash ist veraltet, ist abhängig von einer Firma (Adobe) die als einzige sowohl die Authoringtools und den Player herstellen und ist inzwischen absolut unnötig. Grade bei manchen Piraten wundert es mich doch sehr wie sehr sie nach Flash schreien aber sonst jeden Form von Monopol ablehnen.
Natürlich hat auch Apple ein Quasi-Monopol auf dem iPhone: Der AppStore. Viele Menschen meinen es sollte mehr als einen Verkaufsort, denn das ist der AppStore, Apple verkauft die Apps nicht sondern kümmert sich nur um Abrechnung, Versand und so weiter, der Verkäufer selbst ist der Entwickler, für Apps geben. Gut dann stellen wir uns das jetzt mal vor das gäbe es auch offiziell: Jeder weiß das Handys nicht erst seit dem iPhone Apps ausführen können, die hießen damals nur nicht Apps sondern es waren kleine Javaprogramme. Woher bekam man diese Programme? Meistens von irgendwelchen etwas dubiosen Websites oder von so moralisch einwandfreien Unternehmen wie Jamba oder ähnlichen. Wollen wir das? Also ich will das nicht! Mein Mobiltelefon enthält mehr persönliche Daten als Schäuble in seinen kühnsten Träumen sammeln wollte. Ich habe fast 2.000 Kontakte, ein Bewegungsprofil, mein Kalender und natürlich auch Notizen oder ähnliches. Ich möchte deshalb doch gerne wissen welche Software da von wem auf meinem iPhone läuft, es geht hier also viel um Vertrauen und Sicherheit. Ob man jetzt deshalb gleich Pornos oder Satire nicht zulassen muss ist eine andere Sache die ich auch nicht in Ordnung finde, allerdings gibt es auch so genannte WebApps, ein gutes Framework um da was ordentliches zu machen ist zum Beispiel iWebkit.
Der dritte Punkt den viele Kritiker immer wieder erwähnen ist das man um für das iPhone zu entwickeln sich bei Apple kostenpflichtig registrieren muss und einen Mac haben muss. Was viele nicht wissen ist was man für seine 99$ bekommt: 1. ein Zertifikat fürs Code Signing, ihr könnt ja selbst mal schauen was das bei VeriSign kostet und auch Zugang zum Developer Support. Dieser Support besteht nicht aus ungeschulten Hilfskräften am Telefon die nicht wissen über was sie sprechen sondern man kann seine Fragen direkt an Apple Entwickler schicken die einem dann schnell und persönlich antworten. Wenn es seien muss lesen sie sich sogar in den Code ein und helfen dir direkt am Code. Was so etwas sonst kostet könnt ihr ja mal anfragen… Ob man jetzt fürs Entwickeln wirklich einen Mac haben muss und ob diese Einschränkung wirklich nötig ist vermag ich nicht zu beurteilen, aber es hat natürlich Vorteile eine Entwicklungsumgebung für nur ein System zu machen und wenn man gut ist hat man die 500€ für einen Mac mini auch schnell wieder raus…
Das ist erst mal meine Meinung dazu die mal raus musste, wer mich jetzt bashen will oder meint er wüsste es besser: Hit me!





