Apple, Eierbecher und Softwarepatente
Wir befinden uns derzeit im Sommerloch, schön zu erkennen an Artikeln über Blumenkübel, Beatles im iTunes Store oder Eierbechern, der Journalist muss ja auch von was lesen und da werden selbst Randmeldungen aufgeblasen.
Grade in den letzten beiden Tagen sind mir zwei Themen aufgefallen, bei denen mein Magen langsam schmerzen anmeldet und beide haben mit einer kleinen, sympathischen Designschmiede aus dem beschaulichen Cupertino zu tun. Das ich vielleicht ein kleiner Fanboy bin sei hier mal außen vor.
Bei der einen Debatte geht es um einen Patentantrag von Apple (PDF), hier der SpOn-Artikel dazu, der ein Patent auf Methoden der Userüberwachung erreichen will. Zugegeben das klingt alles verdammt bedrohlich, da sollen Fotos von Benutzern gemacht werden, Herztöne überwacht werden und die Stimme analysiert und ja klar, das wäre die totale Überwachung, aber erst mal durchatmen: Grade Softwarepatente macht im Moment jede amerikanische IT-Firma zu Hauf, frei nach dem Motto: “Was ich patentiere kann ein anderer schon mal nicht haben.” Es ist gar nicht wichtig ob man das Patent jemals brauchen könnte, es geht nur darum es überhaupt zu haben. Man hörte schon von Wettbewerben bei IBM wer das trivialste Patent zugesprochen bekommt.
Bevor ihr übrigens die Artikel lest solltet ihr euch auch mal das Originaldokument anschauen, die meisten Artikel interpretieren da gerne was rein, um es mal vorsichtig auszudrücken. Ein Pirat meinte auch das das vergleichbar wäre mit INDECT, einem Forschungsprogramm der EU zum Thema Überwachung, dies kann ich aber einfach nicht entdecken, dort geht es um polizeiliche Totalüberwachung der Bevölkerung usw. und nicht um die Benutzerauthentifizierung an einem Handy und da heißt es wie immer:
If you don’t like it – don’t buy it!
Kann ja nicht so schwer sein, oder? Ich denke das Patent wird Apple wenn dann mal nutzen um gegen irgendeinen Softwarepatenttroll was in der Hand zu haben, den als Produkt würde es auch in den USA gegen zu viele Gesetze verstoßen das es wohl nie in ein iPhone kommen wird.
Das andere war der eiPott einem Eierbecher der eine gewisse Ähnlichkeit mit einem sehr populären Musikabspielgerät. Auch hier wird wieder gegen Apple gebissen, man könne doch nicht gegen einen harmlosen Eierbecher vorgehen und bla, aber da muss ich mal ganz klar widersprechen: Koziol, der Hersteller des eiPotts, versucht ganz klar mit dem Image des iPods Geld zu verdienen, es kommt gar nicht darauf an ob das nur ein scheiß Eierbecher ist oder auch ein billiger MP3-Player und ja der Name wird auch anders geschrieben, aber das ist total wumpe, jedenfalls rein juristisch. Man stelle sich mal vor es gäbe eine Vereinigung von Leuten die sich Piratenmarkt nennen und versuchen mit dem Image der Piraten Geschäfte zu machen… Oh gab es? Sind die Piraten gegen vorgegangen? Aber die Piraten dürfen das wahrscheinlich weil sie keine große Firma sind, oder was? Doppelmoral und so, merkt ihr selbst, oder?
So und jetzt zerreisst mich in den Kommentaren, ich lasse sie mal an






