Krieg ist Mist!
Das Krieg immer Mist ist und nie “sauber”, “chirurgisch” oder “gerecht” ist sollte eigentlich jedem klar sein und auch der “Krieg gegen den Terror” ist dies natürlich nicht. Was viele Deutsche, aber vor allem Politiker, nicht war haben wollen ist das auch die Bundeswehr an einem solchen Krieg beteiligt ist, und seit der Veröffentlichung der “War-diaries” auf wikileaks.org kann dies auch jeder Nachlesen. Die Bundeswehr war doch immer der “Staatsbürger in Uniform”, sie sollte Deutschland vor dem “bösen Russen” und dem Gespenst des Bolschewismus beschützen, seit dem Ende des kalten Krieges und einer Phase der Neuordnung der Welt wird aber unsere Freiheit am Hindukusch verteidigt. Wird sie das wirklich? Warum sind wir immer noch in Afghanistan? Einem Land in dem unser Eingreifen wohl nicht zu Freiheit und Demokratie geführt hat sondern zu einer Spaltung des Landes und weiterem Chaos und Unrecht gegenüber der Bevölkerung.
Was mich aber so stutzig macht sind die Medien, vor Allem die Rolle der Öffentlich-Rechtlichen. Viel zu wenig wird kritisch über diesen Krieg berichtet, immer noch wird das ganze oft unkritisch beleuchtet und wenn mal die nackte Wahrheit auf den Tisch kommt dann meistens erst in der Nacht um 3:00 Uhr und auf irgendeinem Dritten Programm oder auf dem Digitalsendern der Öffentlich-Rechtlichen.
Bei jeder Diskussion der Piraten halte ich zu ARD, ZDF & Co., ich halte die Öffentlich-Rechtlichen für eine wichtige Säule in unserer Demokratie die, eigentlich, kritisch über Politik und Events berichten sollen, abseits von wirtschaftlichen Interessen. Aber so ist es kaum noch. Was läuft da eigentlich schief? Wir müssen endlich dafür sorgen das wir wieder einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk haben auf den wir “stolz” seien können, Beispiele wie es nicht geht gibt es ja leider schon genug, sei es Afghanistan, Eichmann oder Atomkraft, auch wenn bei der Atomkraft Frontal 21 letztens mal ein mal Klartext reden durfte, aber wer guckt das schon in meiner Altersklasse?
Und jetzt erlaube ich mir mal kurz meine Meinung zu Afghanistan nieder zu schreiben: Natürlich war es falsch 2001 die Bundeswehr nach Afghanistan zu schicken, sie war falsch ausgerüstet, die Begründung für den Krieg halte ich für moralisch verwerflich und der Rückhalt in der Bevölkerung war nie gegeben. Leider ist es jetzt auch zu einfach zu rufen: “Raus da!”, so wie es die Linke immer gerne tut. Der Karren sitzt im Dreck und zwar tief, sehr tief. Also was tun: Meiner Meinung nach sollten wir Afghanistan erst verlassen wenn wir auch sicher seien können, dass es dort nicht wieder zu einer Schreckensherrschaft durch religiöse Fanatiker kommt und wann das seien wird steht nach dem was ich aus den Wikileaks-Berichten lesen kann wohl noch in den Sternen. Oder kurz: Wir haben es versaut, jetzt müssen wir es auch wieder ausbaden.
Foto: CC-BY The US. Army auf Flickr





