Jul 11 2010

F24 darf nicht sterben!

Zur Zeit sieht es schlecht aus für Münsters Kulturkneipe, der F24. Das Haus an der Frauenstraße 24 war das erste besetzte Hause in  Deutschland, die Kneipe wird getragen von einem Verein und ist deshalb für Münsteraner Verhältnisse auch eine der günstigsten und das Essen dort ist der Hammer, aber das macht die F24 nicht so besonders, besonders macht sie, dass hier in all den Jahren ein sehr fruchtbares Umfeld für Kultur, Politik und Kunst entstanden ist: Jeder der will kann dort seine Veranstaltungen machen, egal mit welchem Budget und zu welchem Thema, man wird immer gerne gesehen.

Aber damit soll bald Schluss sein wenn es nach einigen Nachbarn geht. Man beschwert sich über die Lautstärke der Musikveranstaltungen, die Leitung reagierte, es wird keinen weiteren Konzerte mehr in der F24 geben. Dies reicht aber den Nachbarn oder einem einzelnen Nachbarn, man weiß es nicht, die/der es BTW eigentlich langsam kennen müssten, der Laden besteht seit den Achtzigern, jetzt wurde die Bauaufsicht eingeschaltet um zu überprüfen ob der Kulturbetrieb in den Räumlichkeiten überhaupt in Ordnung ist.

Sollte die Aufsichtsbehörde wirklich den Kulturbetrieb in der F24 verbieten wäre das wohl ein kleiner Todesstoß für den Laden, klar es wäre dann immer noch eine Kneipe, aber von normalen Kneipen hat Münster nun wirklich genug.

Ich hoffe das die Piraten in Münster sich dafür einsetzen werden das die F24 so wie sie ist erhalten bleibt, dafür haben wir diesem Laden und speziell auch der Leitung, einfach zu viel zu verdanken. Ich erinnere mich an einige Veranstaltungen dort mit Teilweise 40 und mehr Leuten, wir belegten mindestens die halbe Kneipe und trotzdem war Saalmiete oder so etwas nie ein Thema, wir waren und sind dort immer willkommen gewesen, sei es für Liquid Feedback Vorträge, die Gründung eines Kreisverbands oder für Pressekonferenzen. Ich werde das Thema bei der nächsten Vorstandssitzung in einer Woche ansprechen.